Mehr über Sarah

Mehr über Sarah

Die Frau auf dem Foto mit dem Hut? Ja, dass bin ich. Zumindest eine Variante von mir. Sarah mit Vorname und Helnwein mit Nachname - schön, dass du hier bist. 

 

Wie du zu Beginn gelesen hast, bezeichne ich mich selbst als Außenseiterin. Warum? 

 

Ich gehörte nie zu den Beliebtesten in der Klasse. Ich war nie einer der Kids, die so obercool waren und wo man sich wünschte, man wäre wie sie. Nö nö, das war ich nie. Dafür hatte ich einen ausgewählten Freundeskreis. Im Geheimen habe ich uns als Insider bezeichnet - klingt besser als Außenseiter oder? ;)

 

Eine Zeit lang gehörte ich zu den Strebern in der Klasse - wie Luna, meine Figur aus meinem ersten Buch "Zukunft ungleich Vergangenheit - Kinder ohne Gesichter (Band 1)". 

 

Drei Mal darfst du raten: Auf einmal kamen - selbst die "coolen" - aus der Klasse zu mir und wollten, dass ich ihnen helfe. Und sobald meine Lösungen doch nicht gestimmt haben, wurde ich dafür verurteilt. Klar doch, oder? Selbst nachdenken war für die zu anstrengend. 

 

Über die Jahre veränderte ich mich. Das ausgenutzt werden von meinen Mitschülern fand ich nach einiger Zeit nicht mehr soo cool und fing an, weniger ehrgeiziger zu sein. Kam mit dem Lernen nicht hinterher usw. Dafür wurde ich nicht mehr ausgenutzt von anderen. Zumindest was die Schulsachen betraf. 

 

Habe ich mir selbst dabei geschadet? Ja definitiv. Denn anstatt meine Grenzen zu kommunizieren, habe ich mich einfach der Mehrheit angepasst. 

 

Das Anpassen funktionierte in der Hinsicht ganz gut, sodass ich nicht auffiel. Ich war in der Menge, keiner nahm mich wahr. 

Und jetzt gestalte ich diese Webseite, diesen Text und soll mich präsentieren? Haha leichter gesagt als getan! Ich schreibe hier momentan das, was mir in den Sinn kommt und wenn du bis hierher gelesen hast, hattest du entweder nichts besseres zu tun oder der Text war doch interessanter als ich annahm.  

 

 

Und dann fing das mit dem Schreiben an

In einer Freistunde kam mir eine Idee von einem Jungen, der die Treppen eilig hinauf lief. Da entstand Julius Soktik, der Junge mit der Sozialphobie. Neben Julius entstanden nach einiger Zeit Luna, Anne und weitere Figuren aus meinem Debütroman. 

 

Dass diese Geschichten eines Tages zu einem Buch werden, hätte ich mir zu dem Zeitpunkt nicht gedacht. 

 

Zwei Jahre später wusste ich plötzlich, das wird ein Buch. Durch Gespräche mit meiner Family (und ja, dass y hier ist Absicht, ich mag das englische Wort lieber als das Deutsche) kam ich auf meinen ersten Verlag. 

 

Du wirst dir vielleicht denken: Hey, voll cool! Ein Verlag! 

 

Jaa ... Nee ... 

 

Mittlerweile weiß ich, dass es zwei Arten von Verlage gibt. Wobei, um genau zu sein, drei. 

 

Variante 1: Ein seriöser Verlag 

 

Du schickst dein Expose ein. Wenn es interessant genug klingt dein Manuskript und vielleicht hast du Glück, dass deine Geschichte in das Verlagsprogramm aufgenommen wird. Und sollte das passen, dann kann es dennoch ein bis zwei Jahre dauern, bis dein Buch erscheint. Das Gute an dem ist, dass du dafür keine Kosten hast. (Soweit meine Informationen) 

 

Variante 2: Druckzuschussverlag 

 

Ich beschreibe es gerne so: Oh, du hast ein Buch? Voll cool! Zahle einmal deine Eigenexemplare, Werbung, und natürlich Lektorat, Korrektorat. Ganz viele Kosten, dafür kommst du schnell in den Verlag. 

 

Variante 3: Selfpublisher Verlage 

 

Ja hier hast du auch einige Kosten, die du selbst tragen darfst ABER sie vertreiben dein Buch im Handel. 

 

Ich bin damals bei einem Druckzuschussverlag gelandet. Ich gebe zu - ich war geblendet von der Situation. Immerhin wurde MEIN BUCH von einem Verlag aufgenommen. MEINE GESCHICHTE war so interessant, dass sie jemand lesen würde! Ohne weiter nachzudenken, nahm ich das Angebot des Verlages an. 

Dann begann das ganze Dilema

Da war es. Ich als Erstautorin wurde in einem Verlag aufgenommen. Wie cool ist das denn? Auf einmal war der Traum vom eigenen Buch und dadurch bekannt werden ganz nah. 

 

Dachte ich zumindest. Denn dann begannen die Probleme. 

 

Ich bestellte damals 100 Exemplare von meinem Buch. An der Stelle muss ich zugeben, ich bekam alle Exemplare an den Mann. Und an die Frau. 

 

Jedoch: 

  • Qualität ließ nach: Nach einiger Zeit konntest du die Seiten aus dem Buch rausnehmen, da die Klebebindung nicht mehr hielt. 
     
  • Bezahlte Werbung erst nach einiger Zeit sichbar: Ich habe für eine Werbung in dem Verlagsnewsletter bezahlt. Da ich selbst angemeldet war, bekam ich ja mit, welche Bücher vorgestellt wurden. Ich kann es nicht mehr genau sagen, aber erst nach ein paar MONATEN wurde mein Buch erwähnt. 
     
  • Versprochene Korrektur nicht gemacht: Mir wurde gesagt, dass das Manuskript überprüft wurde. Doch bei dem gedruckten Exemplaren befanden sich dennoch Fehler drinnen. 
     
  • Buch glich einem Sachbuch: Das Cover sah nicht nach einem Krimi aus. Eher nach einem Sachbuch.

Hallo Selbstzweifel!  Tschüss Selbstbewusstsein.

People Pleaser kennen das bestimmt: lieber sich selbst die Schuld geben, als allen anderen. 

 

Nachdem in meinen Augen soo viel schief gelaufen ist, kam der Selbstzweifel angelaufen und meinte: 

 

Du kannst nicht Schreiben. 

Deine Geschichte interessiert eh keinen.

Du bist nichts wert. 

Es ist alles deine Schuld. 

 

Das und sicher noch mehr kam in mir hoch und ich beschloss, keine Geschichte mehr zu schreiben. Lieber dem             Selbstzweifel glauben - war einfacher und momentan das einzige, was für mich irgendwie Sinn ergab. 

 

Ich schrieb ein Jahr lang keine Geschichte. Nur die notwendigen Alltagsdinge. aber sonst nichts. Wenn dich das Jahr interessiert - das Buch kam am 1.12.2020 raus und bis November 2021 schrieb ich kein Wort an einer Geschichte. 

 

2021 lernte ich den NaNoWriMo kennen, damals noch durch Julia K. Stein (Ruhe in Frieden). In einem Monat schrieb ich um die 40.000 Wörter. Ich war selbst überrascht. 

 

Die Jahre darauf lernte ich meine Lektorin kennen, eine Coverdesignerin, begann zu Buchmessen wie Leipzig und Berlin zu fahren und lernte sehr viele nette und tolle Menschen kennen. 2023 machte ich auch bei der Buchreise des Bookerfly Clubs mit, wo ich heute noch Kontakt zu meinen Schreibbuddys habe. 

 

2025 im März kam Zukunft ungleich Vergangenheit - Kinder ohne Gesichter als Neuerscheinung mit neuem Cover auf dem Markt. 

Und jetzt?

Obwohl das Buch im neuen Kleid neu veröffentlicht wurde, glaubte ich (noch) nicht an die Geschichte. So viel Schmerz, so viele Emotionen steckten darin. Und ich hatte immer noch den Selbstzweifel im Ohr, der mir ganz viel Mist erzählte. 

 

Wäre da nicht eine gute Freundin gewesen. Sie fragte mich, ob ich mit ihr nicht auf einer Buchmesse ausstellen mag. Ganz ehrlich: Ohne ihr hätte ich das nicht gemacht. Schließlich war ja der Selbstzweifel noch rießig. 

 

Buchrausch 2025: An dem Wochenende habe ich 13 Bücher verkauft. 13! Wow, ich war super überrascht! :D Vor allem haben die Menschen sehr positiv reagiert und fragten mich nach der Fortsetzung! 

 

Ich war soo baff, dass sag ich dir. Da war dieser Selbstzweifel, der meinte ich sei nichts wert und ich könnte nichts und dann kaufen Menschen das Buch und meinen es sei soo toll, spannend und wann gäbe es die Fortsetzung. 

 

Ähm hallo? Der Selbstzweifel war etwas verwirrt. Und ich auch haha. 

 

Mittlerweile traue ich mich mit dem Buch rauszugehen und mich zu outen, dass ich die Autorin bin. Denn eines habe ich mit der Zeit gelernt: Alles, was du glaubst, ist wahr.

 

Wenn ich denke, dass mein Buch scheiße ist, dann stimmt das auch. Ich strahle genau das aus. Und niemand wird kommen und das Buch kaufen. 

 

Wenn ich jedoch denke, dass mein Buch wunderbar ist und man vieles lernen kann, dann stimmt das auch. Dann strahle ich genau das aus. Und die Menschen kommen. 

 

Ich möchte dir damit sagen: Ja nimm dir die Zeit, die du brauchst um zu heilen. Ja man kann erfolgreich werden. Ja man kann Autor und Autorin werden und auch sein. Und hinter jedem Buch, hinter jedem Menschen, steckt eine Geschichte, die das alles zu etwas Besonderem macht. 

 

Vielleicht hat dich diese Erzählung inspiriert, vielleicht war sie auch einfach ein netter Zeitvertreib. Mir hat es auf jeden Fall geholfen, mal diese Geschichte zu erzählen und wer weiß, was noch kommen wird. ;) 

 

Wir lesen und sehen uns (sofern du mich mal auf einer Messe besuchst). 

 

 

 

 

 

Sarah

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Sarah Helnwein 
c/o Bookerfly Impressum Service, z19 ventures UG
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Tauche ein in fesselnde Erzählungen über Liebe, Mut und die Kraft, sich jederzeit neu zu erfinden.

Du findest mich immer wieder auf Messen. Also im echten Leben. Tatsächlich auch auf Instagram. :) 

©2026 Sarah Helnwein Alle Rechte vorbehalten.

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